Speyerer Stadtmarketing

Stadtmarketing

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Speyer braucht im Moment aus der Sicht der FREIEN WÄHLER SPEYER nichts weniger, als das von Oberbürgermeister Eger angepriesene Stadtmarketing!

Wie begehrt Speyer aktuell als Wohnstadt ist, lässt sich unschwer an dem sehr knappen Wohnungsmarkt in der Stadt absehen. Wer offenen Auges durch die Stadt geht, wird auch kaum einen Mangel an Touristen erkennen. Besucher und Bewohner kennen also ganz offensichtlich die schönen Seiten des „Erlebnisraumes Speyer“ und brauchen kaum dafür geworben zu werden In dem von Oberbürgermeister Eger unterbreiteten Stadtmarketingkonzept werden neben den sogenannten „Markenpersönlichkeiten Speyers“, nämlich „Lebenslust“, „Kultur“ und „Toleranz“  noch unter Anderem die phrasenhaften Begriffe „liebenswert“ und „authetisch-pfälzisch“ propagiert.

Es wird unter Anderem verlangt, dass diese sogenannten „Schlüsselprojekte“ in der Bevölkerung und in der Stadtverwaltung „vorangetrieben“ werden sollen. Dass es der Speyerer Bevölkerung an pfälzischer Authentizität fehlt, halte ich für ein Gerücht. Wenn nach den Forderungen des Marketingkonzepts allerdings vermutet werden muss, dass es in der Stadtverwaltung an Toleranz, Kultur, Engagiertheit und Liebenswertheit fehlt, wenn diese Begriffe also dort,  - wie in dem Antrag formuliert - , vorangetrieben werden sollen, dann ist das in der Tat ein Sachverhalt, der dringend überdacht werden müsste. Die FREIEN WÄHLER SPEYER sehen allerdings diesbezüglich keine Probleme bei der Verwaltung. Wir kennen große Teile der Verwaltung als offen, hilfsbereit und bürgernah. Also ist aus unserer Sicht auch dieser Aspekt Eger`scher Aktivitäten als nicht sinnvoll ("unsinnig") einzustufen.

  Was Speyer viel dringender braucht, als dieses Stadtmarketingkonzept, ist eine Verbesserung seiner teils desolaten Infrastruktur auf vielen Gebieten. So sind in unserer Stadt manche Straßen in einem erbärmlichen Zustand und gleichen mehr Rüttelpisten als Verkehrswegen.

Das Speyerer Jugendtheater kämpft ums Überleben und, und, und, diese Liste ließe sich massiv erweitern. Dass die Wertigkeit unserer Stadt auch entscheidend dadurch aufgebessert werden könnte, wenn endlich einmal die im Vergleich mit anderen Städten zum Teil wenig gepflegten öffentlichen Anlagen in einen vernünftigen Zustand gebracht und gehalten würden, wenn endlich einmal die zahlreichen unschönen „Dreckecken“ in der Stadt und in der Stadtperipherie jeweils rasch beseitigt würden, ist offensichtlich, wäre deutlich dringlicher und würde auch ohne kostenintensive Beratung durch eine Marketinggesellschaft das Bild unserer Stadt für Einwohner und Besucher erfreulich verbessern.

Die FREIEN WÄHLER SPEYER haben auf diese Probleme mehrfach hingewiesen! Auch hier der Aufruf, Herr Oberbürgermeister: Machen sie endlich ihre Hausaufgaben, lösen sie offensichtliche Probleme praktisch, bevor sie sich in ein nebulöses, verbales Wolkenkuckucksheim flüchten! Die wenig aussagekräftigen Schlagworte, die wir für bisher 100 000€ eingekauft haben und die sicher auf viele Städte mindestens genauso zutreffend sind, sind, im Gegensatz zu unseren Vorschlägen, nicht in der Lage, das Stadtimage aufzubessern.

Diese 100.000€ wären in anderen Bereichen wesentlich besser investiert, als in einer verbalen Friede, Freuden, Eierkuchen – Aktion! Die FREIEN WÄHLER SPEYER lehnen deshalb dieses teure, für die Probleme unserer hochverschuldeten Stadt untaugliche, aus verbalem heißem Dampf bestehende Marketingkonzept, das allenfalls der Stadtführung dazu dienen kann, bestehende reale Probleme weiter zu verschleiern und  das weiter allenfalls der Interessenbefriedigung einer kleinen Klientel dienen könnte, entschieden ab!

Ideen, das Ansehen und das Erscheinungsbild unserer Stadt weiter zu steigern, haben die Bürgerinnen und Bürger selbst genug und benötigen dazu nicht die Beratung teurer "Marketingstrategen". So kommen die Bürgerinnen und Bürger auf ein besseres Parkleitsystem, Begrüßungstafeln am Ortseingang und Ortsende von alleine.