Marketing in der Stadt Speyer. Zustand der öffentlichen Toiletten in SPeyer

Anfrage für die Sitzung des Stadtrates am 30.06.2016  

Zur schriftlichen Beantwortung      

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Eger,

die Stadt Speyer bemüht sich um ein positives Image als Touristenstadt. Hierzu ist es auch durchaus erforderlich, den einfachen Bedürfnissen des menschlichen Lebens in adäquater Weise gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang wurden die FREIEN WÄHLER SPEYER mehrfach von Mitbürgerinnen und Mitbürgern auf den Zustand einiger öffentlicher Bedürfnisanstalten der Stadt hingewiesen.

Auf den römischen Imperator und Caesar Titus Flavius Vespasianus geht der, auch im Zusammenhang mit öffentlichen Toiletten stehende Spruch, „pecunia non olet“ (Geld stinkt nicht) zurück. Leider kann man diesen Spruch auf manche öffentlichen Toiletten in Speyer nicht anwenden. Sie sind ausgesprochen „geruchsintensiv“ (z.B. die Anlage im Adenauerpark).

Ausgerechnet die sehr zentral gelegene öffentliche Toilette in der Löffelgasse ist, schon alleine äußerlich, in einem sehr schlimmen Zustand. Der Anblick, der sich bietet, wenn man 50 Cent eingeworfen und die Tür geöffnet hat, hat bei unserer Begehung den äußeren Eindruck nachhaltig bestätigt. Hier war das Innere der Toilette in einem hygienisch sicher ausgesprochen bedenklichen Zustand!

Auch die Toilettenanlage im Domgarten (gegenüber dem „Ölberg“) macht trotz anscheinend vorhandener „Betreuung“ keinen guten Eindruck. Hier war bei unserer Begehung gerade eine Reisegruppe mit älteren Menschen angekommen, die sich lautstark darüber beschwert haben, dass sie trotz des Gestanks und der Ungepflegtheit der Anlage auch noch 50 Cent bezahlen mussten.

Ebenso ist die kostenfreie Toilettenanlage im Adenauerpark (gerade für auf solche Anlagen mitunter angewiesene ältere Menschen) nicht gerade einladend. Einen ausreichend gepflegten Eindruck machte bei der Begehung die Toilettenanlage nördlich des Domes.

Auch die Einrichtungsgegenstände der Toiletten sind mitunter in einem desolaten Zustand (z.B. Papier-Handtuchspender).

Unsere Bewertung der Anlagen deckt sich weitgehend mit Bewertungen, die durch Benutzer einiger dieser  Toiletten auch im Internet abgegeben werden („total versifft“, „unzumutbar“). Als positives Beispiel für gepflegte öffentliche Toiletten seien hier die vorbildlichen  Toiletten Anlagen an der schönen Rheinuferpromenade in Koblenz genannt.  

Fragen:    

  • Anhand der bei uns eingegangenen Bürgerbeschwerden und der bei der Begehung gemachten eigenen Beobachtungen bitte ich als Vertreter der FREIEN WÄHLER SPEYER und als Stadtrat um die schriftliche Beantwortung folgender Fragen:
  • Wie oft und von wem werden die öffentlichen Toilettenanlagen in Speyer gereinigt und gewartet?
  • Ist es geplant, diese offensichtlich schwer zu pflegenden Anlagen in absehbarer Zeit durch das Aufstellen von in anderen touristisch geprägten Städten bewährten, selbstreinigende Anlagen zu ersetzen?
  • Welche Maßnahmen plant die Stadtverwaltung, um dem Anspruchstitel „Kultur“ in unseren Stadtmarketing-Schlagworten und dem häufig beschworenen Etikett „Touristenstadt“ auch auf diesem Gebiet gerecht zu werden?  

 

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