Baumaßnahmen am Hans-Purrmann-Gymnasium

Dr. Reinhard Mohler, FREIE WÄHLER SPEYER, zu den Brandschutzmaßnahmen im Hans-Purrmann-Gymnasium  

Eine schöne Schule, das Hans-Purrmann-Gymnasium: Ein schönes Treppenhaus mit einem Teich (Lieblingsort vieler Schülerinnen und Schüler), weite, lichtdurchflutete Räume die zur Kommunikation und zur Gruppenarbeit einladen, insgesamt eine gelungene Innenarchitektur. Eine Schule, in der sich die Schülerinnen und Schüler ebenso wohlfühlen, wie die hier arbeitenden Lehrkräfte! Dass nicht alle Belange der Brandschutzvorschriften erfüllt sind, ist sicher ein Problem, ein Problem das gelöst werden muss. Nur die Vorstellungen über das „Wie“ gehen weit auseinander.

Die Stadt hat alternativlos, wie die Stadtvertreterin bei einer Begehung der Schule am 12.04. einräumte, in typischer Eger`scher „Basta-Politik“ einen Vorschlag erarbeiten lassen, der zu einer unschönen, massiven innenarchitektonischen Veränderung des Schulgebäudes führen würde. Die aufgezählten Vorteile des Schulgebäudes gingen verloren. Überall würden Rigips Wände errichtet, die lichtdurchflutete Hallen in dunkle, enge Bereich umwandeln würden. Die für Gruppenarbeiten genutzten Tische und Stühle in der jetzt noch großräumigen Treppenhaushalle müssten dann sicher weggeräumt werden, weil sie in den nun engeren Räumen Fluchtwege versperren würden.

Der Schulleiter weist darauf hin, dass dann die Möglichkeit z.B. zu kreativen Gruppenarbeiten wesentlich eingeschränkt wären.  Ob durch die so entstandene Enge der Räume im Falle eines Brandes und einer Panik tatsächlich Fluchtwege für die große Anzahl der an dieser Schule Lernenden günstiger gestaltet würden, erschließt sich zudem dem Betrachter der städtischen Vorschläge nicht. Diese Planung wird von den Auszubildenden, den Lehrkräften und Elternvertretern des Gymnasiums einhellig abgelehnt. Diesem von der Stadt alternativlos erarbeiteten Plan steht nun eine von der Schulgemeinschaft (von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Elternvertretern) gemeinsam erarbeitete Alternative gegenüber. Diese Planung sieht vor, im Außenbereich der Schule zwei Treppentürme zu installieren, die für den Fall eines Brandes hervorragende Fluchtmöglichkeiten bieten würden. Der von allen Schulvertretern geschätzte innenarchitektonische Charakter des Gebäudes würde so, bis auf unwesentliche Umgestaltungen, kaum verändert und entsprechenden Brandschutzvorschriften wäre genüge getan.

Die FREIEN WÄHLER SPEYER unterstützen rückhaltlos den Alternativvorschlag der Schulvertreter. Die von der Stadt geplanten baulichen Veränderungen würden das Schulgebäude auf Dauer negativ verändern. Ziel muss es sein, eine Schule zu erhalten, an der sich Auszubildende und Lehrkräfte weiterhin wohl fühlen und zu kreativem Arbeiten angeregt werden. Die von den Schulvertretern genannten Kosten für die Treppentürme in Höhe von rund 600 000 Euro sollten hier keine entscheidende Rolle spielen. Eine Stadt, die sich stolz das Etikett „Schulstadt“ gibt und die 100 000 Euro für ein fragwürdiges „Friede, Freude, Eierkuchen“- Stadtmarketing ausgegeben hat, und immer wieder große Summen für ebenso fragwürdige Gutachten ausgibt, kann auch sicher problemlos eine solche Summe zum Wohle der hier lernenden Kinder und Jugendlichen aufbringen, die hier einen großen Teil des Alltags verbringen.